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Abgiessen von Geschoss

Bei dem Herstellen Ihrer eigenen Patronen erwarten Sie ausser finanziellen Ersparnissen auch Genauigkeit.


Gekauftes Geschoss erlaubt uns das Herstellen einer Patrone mit perfekter Genauigkeit. Aber es kostet Geld und auch hier können wir:

- sparen
- noch bessere Genauigkeit erzielen

 

Wir reden über das Abgiessen von eigenem Bleigeschoss. Diese Tätigkeit ist aber nicht ganz einfach, Sie müssen dazu Lust haben und etwas technisches Verständnis.


Zur Herstellung von eigenem Geschoss brauchen wir dieses Zubehör:

Bleiofen
Wir benutzen einen Elektroofen mit unterem Ablass und Ablagefläche für die Zange. Der Ofen sollte mit so grossem Volumen wie möglich benutzt werden, dadurch erzielen wir beim Nachfüllen eine fast konstante Temperatur und Homogenität der Schmelze.


Gusszange
Es existieren mehrere Hersteller und Zangenarten, Stahlzangen, Zangen für ein, zwei Projektile... in Anbetracht des Zangenpreises und der Geschwindigkeit der Projektilherstellung haben wir uns für Zangen von der Firma LEE entschieden. Die Zange hat eine Aluminiumkokille für 6 Projektile und einen Griff. Beim richtigen Gebrauch halten sie mehrere tausend Projektile.


Warum werden zum Abgiessen mehrere Zangen auf einmal benutzt? Wir erklären es Ihnen an dem folgenden Beispiel mit einer und mehreren Zangen.

Eine Zange:
Sie füllen die Zange mit geschmolzenem Blei, legen sie auf eine brandfeste Platte und warten bis sie abgekühlt ist (ca. 30 - 60s). Danach öffnen Sie die Zange und schütten die Projektile aus. Die Zange füllen Sie wieder mit Blei.


Zwei Zangen:
Sie füllen die erste Zange und legen sie beiseite. Sie füllen die zweite Zange und legen sie beiseite. Nach ein Paar Sekunden schütten Sie die Projektile aus der ersten Zange und füllen sie erneut. Sie warten einen Moment und schütten die zweite Zange aus.

Drei Zangen:
Gleich wie bei zwei Zangen, aber Sie müssen meistens auf nichts warten. Das Füllen und Entleeren erfolgt durchlaufend. Die Geschwindigkeit des Abgießens ist, im Vergleich mit einer Zange, verdreifacht.

Die genaue Zeit der Erstarrung des Bleis hängt von Projektilgewicht, Bleitemperatur und Abkühlen der Zange ab.

Eichpresse
Die abgegossenen Projektile müssen auf einen Durchmesser geeicht werden. Dazu dient die Eich-Matrize, die auf die Ein-Stationen-Presse gesetzt wird. Jedes Projektil wird durch die Presse gepresst.

Schmieren der Projektile
Das Bleiprojektil muss zweimal eingeschmiert werden. Zuerst vor dem Eichen das zweite mal nach dem Eichen. Das Einschmieren ist einfach. In einen Behälter (runde Plastikschüssel, kleinerer Eimer) legen wir in ca. einer Lage die Projektile, dazu kommt etwas Schmiermittel. Wir fangen an, mit dem Behälter so zu schwingen, dass sich die Projektile gegenseitig einschmieren. Nach einer Weile kontrollieren wir, ob die Projektile eingerieben sind. Entweder schmieren wir sie weiter ein (durch Kreisschwingungen) oder wir fügen Schmiermittel dazu. Nach dem Einschmieren schütten wir die Projektile auf Wachspapier und lassen sie trocknen, je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit ca. 24 Stunden.

Blei
Für das Wiederladen brauchen wir hartes Blei. Für das Kaliber 9mm Luger und .45 ACP wird die Härte ca. 15BHN verlangt. Für Kaliber .38 Special und .357 Magnum benutzen wir die Legierungshärte 22BHN. Entweder wir besorgen die benötigte Härte aus Hüttenwerken oder wir legieren es selbst. Das Legieren gelingt mit Hilfe von Zinn und Antimon. Das Blei können wir auch aus Gewichten für Autofelgen benutzen. Es ist hart und man muss mit ihm meistens nichts machen, aber das muss nicht immer gelten.

Blei und dessen Dämpfe sind toxisch. Geschmolzenes Blei kann Verbrennungen verursachen. Benutzen Sie entsprechende Schutzbekleidung.